Haustierfotografie – ein besonderer Bereich

Solche Sprünge kann man gut auf dem Hundeübungsplatz fotografieren.

Eine Sparte – die Haustierfotografie.

Viele Fotografen haben sich sicherlich schon einmal mehr oder wenig mit der Tierfotografie, insbesondere mit der Haustierfotografie beschäftigt. Nun, was auf den ersten Blick recht einfach erscheint, entpuppt sich dann häufig doch als alles andere als leicht. Tiere sind in den meisten Fällen nicht immer berechenbar. Dies mag bei exzellent ausgebildeten Hunden etwas anders sein, aber in den meisten Fällen ist für das Tier ein Fotoshooting etwas nicht alltägliches und sie reagieren gegebenenfalls etwas nervös oder unruhig.

Allein wenn man den Character eines Hundes mit dem einer Katze vergleicht, wird man Unterschiede  feststellen können. Eine Katze läßt sich in den meisten Fällen nicht so erziehen wie ein Hund. Dies ist in sofern wichtig für den Fotografen zu wissen, da man einer Katze Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ oder „Bleib“ nicht so einfach beibringt – wenn überhaupt. Katzen haben einfach ihren eigenen Kopf. Ein Hund sucht Anerkennung und Belohnung und ist dafür bereit auch etwas zu tun.

Welche Voraussetzung solltest Du als Haustierfotograf mitbringen?

Ideal ist es natürlich, wenn Du Tiere magst, vielleicht sogar damit groß geworden bist. Dann wirst Du in der Regel auch keine Angst vor Tieren haben. Dies ist insofern eine wichtige Eigenschaft, da die Tiere dies sehr schnell spüren.  Angst ist nicht angebracht, ebensowenig Selbstüberschätzung im Umgang mit dem Tier. Letzteres könnte durchaus zu fatalen Folgen führen.  Ein gesundes Mittelmaß wie man fremden Tieren gegenüber auftritt, ist  allgemein sehr förderlich.

Welches Fotoequipment sollte man sich zulegen?

Als Kamerabody würde ich auf jeden Fall eine Spiegelreflexkamera oder auch eine spiegellose Systemkamera empfehlen. Letztere drängen zunehmend mehr auf dem Markt. Beide Systeme, also mit oder ohne Spiegel, haben den Vorteil, dass ich an der Kamera verschiedene Objektive nutzen kann. Für welche Marke man sich entscheidet, ist natürlich jedem selbst überlassen. Da spielen der Preis, die Angebotspalette, Handhabung, Features und durchaus noch einige andere Faktoren eine Rolle.

Neu oder gebraucht?

Bei gebrauchten Kamera weißt du letztendlich nicht, was sie schon hinter sich hat. Von einem „Profi“ der damit Geld verdient hat, eine Kamera zu erwerben – davon würde ich die Finger lassen. Meist hat sein Equipment bereits einiges an Arbeitsleistung hinter sich. Mechanik nutzt sich ab, Elektronik altert. Mir selbst ist meine erste Vollformat auf den harten Boden geknallt. Hat ihr offensichtlich nichts ausgemacht. Ein Jahr später versagte der Monitor seinen Dienst – im Auslandsurlaub. Der Servicedienst von Canon stellte einen Platinenbruch fest. Weißt Du was die Gebrauchte schon alles hinter sich hat, welche du anvisiert hast?

Lieber etwas länger sparen und sich ein neues Modell kaufen. Zumal die neuen „Billigen“ eventuell die aktuellere und bessere Softwareausstattung besitzen als 5 Jahre alte semiprofesionelle Geräte.Gut ist es jemanden im Bekanntenkreis zu haben, der sich auf diesem Gebiet ein wenig auskennt. Diverse Foren im Internet können ebenfalls durchaus hilfreich sein. Allerdings je mehr „Fachleute“ man fragt, desto mehr unterschiedliche Meinungen wird man erhalten. Häufig läuft das Ganze dann noch auf einen gewissen Markenfetischismus hinaus.
Selber habe ich mir meine erste Kamera (analog) vor Jahrzehnten gebraucht bei einem Fotohändler gekauft. De Vorteil war, dass er mir ein Jahr Garantie darauf gegeben hat.


Bei der Objektivwahl genügen in der Regel 2 Objektivgrößen. Einmal eines mit dem Brennweitenbereich von ungefähr 24-70mm und ein weiteres mit 70-200mm Brennweite. Damit deckt man den größten Teil der erforderlichen Brennweite ab. Der Preis bei neuen und gebrauchten Objektiven, wird in erster Linie durch die Lichtstärke bestimmt. Je Lichtstärker ein Objektiv ist, desto teurer aber auch schwerer ist es in der Regel. Letztendlich hängt es natürlich vom eigenen Budget ab und wahrscheinlich müssen deshalb auch Kompromisse eingegangen werden. Entscheidend ist allerdings, seine Erfahrungen mit dem jeweiligen Equipment zu machen. Daraus resultierend weiß man  bei eventuellen weiteren Investitionen wesentlich besser was man benötigt und was eben nicht.

Wer sich ernsthaft mit der Tierfotografie (ich meine hier in erster Linie die Haustierfotografie), sollte sich vorher ebenso ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen.  Entsprechende und einschlägige Literatur gibt es mittlerweile ebenfalls zu genüge.

Hier könnt ihr einen Artikel über Tierfotografie – Wildlife sowie einen Artikel über das Fotografieren im Zoo lesen.

Viel Spaß und Erfolg wünscht Hans-Jörg

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